Themen + Reihen

Das bewegt uns…

Bisher gestaltete sich der Spielplan des THL wie ein Warenkorb in einem Supermarkt: von allem was dabei!

Wir wollen zwar einerseits unsere Vielfalt beibehalten, sogar in bestimmter Sicht erweitern, aber andererseits Schwerpunkt-Themen in den Vordergrund stellen, die wir für besonders relevant halten.
Wir leben in bewegten Zeiten, vieles befindet sich im Umbruch, vieles wird in Frage gestellt. Da fällt es schwer, sich für ein oder zwei Themen zu entscheiden.
Wir haben es trotzdem gewagt!
Wir haben uns entschieden!

Hier sind die Themen, auf die wir in der laufenden und der kommenden Spielzeit besonderes Augenmerk legen werden:

ArbeitsWelten, Krieg, Flucht + Vertreibung und Soziale Gerechtigkeit!

Theater in Corona-Zeiten

Die Corona- Krise hat auch uns fest im Griff. Trotzdem versuchen wir mit kreativen Ideen unsere Arbeit mit anderen Formen und Themen fortzusetzen. Hier finden Sie alle Projekte, die in dieser Zeit enstanden sind:

ArbeitsWelten

Globalisierung und digitale Revolution beherrschen unseren Alltag nicht nur in der Freizeit. Auch die Arbeitswelt verändert sich augenblicklich rasant. Verschiedene Philosophen prognostizieren verheerende Veränderungen: In 30 Jahren wird weltweit Massenarbeitslosigkeit herrschen, wenn keine Lösung des Problems gefunden wird.

Das THL versucht sich nun mit Theateraufführungen, Diskussionen, Vorträgen, Lesungen und Filmen diesem Thema zu nähern. Dabei im Fokus: Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit.

Durch den Blick in die Vergangenheit erhoffen wir uns Erkenntnisse über das Hier und Jetzt und vor allem für unsere gemeinsame Zukunft.
Denn die Veränderung der Arbeitswelt wird das Leben des Menschen in seinen Grundfesten, seinem Grundverständnis einschneidend verändern…

Krieg, Flucht + Vertreibung

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie heute: Kinder und Alte, Frauen und Männer.
Kriege und Armut bewegen Massen, die sich auf die Suche nach ihrem Glück aufmachen in eine ungewisse Zukunft.
Auch mit diesem Thema wollen wir uns auf eine Spurensuche nach den Ursachen machen. Mit Theateraufführungen, Diskussionen, Vorträgen, Lesungen und Filmen.
Auch hier will das THL drei Zeitebenen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Auch hier kann beispielsweise der Blick in die Vergangenheit lehrreich für uns sein bei der Bewältigung der gegenwärtigen Probleme: Auch unser Volk war vor ca. 70 Jahren auf der Flucht. Und mit uns aufgrund der schwierigen Politik der Alliierten halb Europa! Einheimische wie zugewanderte Zeitzeugen jener Tage können ein trauriges Lied davon singen. Die Heimat verlassen, das Nötigste zusammenpacken – das fällt schwer. Man lässt Sicherheit, Vertrautheit, u.U. die Orte der Kindheit und geliebte Menschen vielleicht auf immer zurück.
Auch viele Todesopfer gab es unter den damals Flüchtenden. Viele Menschen flohen im Winter. Zu Fuß. Einige ertranken, weil sie die Flucht über die Ostsee wagten.

Ein schwieriges, emotional schwer belastetes Thema.
Und ein Thema, das unsere Gesellschaft zurzeit spaltet. Wir möchten hier nur einmal auf die menschenverachtenden Äußerungen von Mitgliedern der AFD in sozialen und anderen Medien – oder auf den Straßen unseres Landes – zum Thema Flüchtlinge und Asyl hinweisen.
Wir müssen uns dringend mit dem Thema auseinandersetzen, um der Spaltung entgegenzuwirken. Wir dürfen hier (und in anderen Bereichen!) nicht Radikalen das Feld überlassen!

Soziale Gerechtigkeit

Der Begriff der sozialen Gerechtigkeit bezieht sich auf gesellschaftliche Zustände, die hinsichtlich ihrer relativen Verteilung von Rechten, Möglichkeiten und Ressourcen als fair oder gerecht bezeichnet werden können.

(Olaf Cramme, Patrick Diamond: Social Justice in the Global Age. Polity, 2009)

Nachgehakt!

Neue Reihe, bei der Krefelder Bürger und Vertreter von Institutionen/Parteien der Stadt zu Wort kommen.

Ab Mai 2019 startet das THL eine neue Reihe mit Filmvorführungen und Theateraufführungen, die unter dem Motto Nachgehakt! Vorträge, Podiumsdiskussionen oder Gespräche mit dem Publikum im Anschluss oder vor Beginn der jeweiligen Veranstaltungen anbietet. Immer passend zum Thema. Nachgehakt! bestreiten Bürger*innen und Vertreter*innen wichtiger Institutionen unserer Stadt.

Talking about my generation

Mit dem neuen Format wollen wir Kinder und alte Menschen in unser Theater einladen und sie miteinander ins Gespräch bringen.
Dies soll im Rahmen von Filmvorführungen, Theateraufführungen u.a. Angeboten des Theaters hintenlinks stattfnden.
Zu einigen Terminen laden wir zusätzlich sogenannte „Experten des Alltags“ ein, die den Austausch moderieren oder interessante Einführungen zu den Veranstaltungen geben.

THL ProgrammFilmWochen 2021- Aus I Grenzen I Los

Menschen begegnen in ihren Lebenswirklichkeiten vielfachen Begrenzungen. Viele dieser Begrenzungen sind lebensnotwendig. Sie dienen der Orientierung, der Strukturierung, sie unterteilen eine komplexe Welt in überschaubare Einheiten. Aber sie schaffen auch Gruppen und Zugehörigkeiten. Sie schließen Menschen aus und andere ein. Und sie verursachen Leid und Kriege. Grenzen begegnen uns in unserer Sprache, in unserem sozialen Umfeld, in kulturellen, religiösen Bereichen sowie auf politischer und nationaler Ebene. Es stellt sich die Frage: Wieviel Grenze brauchen wir? Und vor allem: Welche Grenzen brauchen wir? Wie variabel, durchlässig muss eine Grenze sein? Auf welche Grenzen wollen wir verzichten? Welche Grenzen sind notwendig?
Diese Fragen hat das THL mit seinem vierwöchigen Festival im September 2021 zur Diskussion gestellt. Spielfilme und Dokumentationen, ältere und aktuellere Werke der Filmkunst luden ein über das Thema „Grenzen“ nachzudenken und vor allem miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein großer Erfolg, der 2022widerholt werden soll!

 

THL ProgrammFilmWochen 2021- Aus I Grenzen I Los– SCHULKINO (Modul 1)

Gefördert durch:

THL ProgrammFilmWochen 2021- Aus I Grenzen I Los– FAMILIENKINO (Modul 1)

gefördert durch:

THL ProgrammFilmWochen 2021- Aus I Grenzen I Los– ABENDPROGRAMM (Modul 2)