Blumen von Gestern

Spielfilm von Chris Kraus / Deutschland 2017

Inhalt

Totila Blumen (Lars Eidinger) ist Holocaust-Forscher. Als solcher versteht er keinen Spaß.
Weder im allgemeinen noch im besonderen, wenn seine Kollegen versuchen, aus einem Auschwitz-Kongress ein werbefinanziertes Medien-Event zu machen und somit das Erbe des gerade erst verstorbenen und von Totila hoch verehrten Professors Norkus mit Füßen treten. Als man Totila dann auch noch die sehr junge und sehr nervige französische Studentin Zazie (Adèle Haenel) als Praktikantin vor die Nase setzt, die ihm folgt wie ein Hündchen und mit seinem direkten Vorgesetzten (Jan Josef Liefers) ein Verhältnis hat, ist der stets ernst und überlegt dreinblickende Mann am Ende.
Doch Jammern hilft nicht – erst recht nicht bei seiner gestressten Frau (Hannah Herzsprung), die ihn auffordert, weniger zu hadern und sich mit dem zu arrangieren, was das Leben gerade anbietet. Und so macht Totila weiter seine Arbeit, unterstützt von der überdrehten, exzentrischen Zazie. Die jedoch scheint ihre ganz eigene Agenda zu haben – eine Agenda, die eng mit Totilas Herkunft und seinem wohlgehüteten Familiengeheimnis verknüpft ist.
(Text: Piffl Verleih)

Eintritt FREI! / Mindestverzehr: 7€

FSK: 12

Termine

So06.10.201919:30

Blumen von Gestern

Hintergrund

Zur Person CHRIS KRAUS, Autor des Drehbuchs und Regisseur des Films BLUMEN VON GESTERN:

Chris Kraus, geboren 1963 in Göttingen, war zunächst Dreh-buchautor und dramaturgischer Berater für Regisseure wie Volker Schlöndorff, Detlef Buck und Rosa von Praunheim.Sein Kinodebüt als Regisseur gab Kraus 2002 mit dem Mutter-Sohn-Drama SCHERBENTANZ, das mehrfach prä-miert wurde (u.a. mit zwei Bayerischen Filmpreisen und mehreren Nachwuchspreisen). Kraus’ zweiter Kinofilm VIER MINUTEN (2007) über das Verhältnis einer alten Klavierlehrerin zu einer jungen, hoch-begabten Gefängnisinsassin war einer der erfolgreichsten deutschen Filme der letzten Jahre und gewann über 60 nationale und internationale Auszeichnungen (u.a. den Deutschen Filmpreis als Bester Spielfilm).Auch Kraus’ dritter Kinofilm POLL (2011) fand große Beachtung bei Kritik und Publikum. Die internationale Koproduktion, eine epische Liebesgeschichte am Vorabend des Ersten Weltkrieges im Baltikum, wurde mit fast 20 Preisen geehrt: unter anderem mit vier Goldenen Lolas, drei Bayerischen Filmpreisen, einem Bambi sowie zahlreichen Festivalpreisen in ganz Europa.Chris Kraus, der auf den Hofer Filmtagen 2014 für sein Lebens-werk geehrt wurde, startet seinen neuen Film DIE BLUMEN VON GESTERN im Januar 2017 in den deutschen Kinos. (Quelle Presseheft zum Film , Piffl Verleih)