Der Meisterdieb - Eine mobile Theaterproduktion für den Schulunterricht
Anuschka Gutowski erzählt das Märchen der Brüder Grimm
Mit einer kurzen Veranstaltungsdauer, die eine Schulstunde nicht überschreitet, inkl. Nachgespräch mit der Schauspielerin, kleinen Zuschauergruppen (max. zwei Schulklassen), kurze Auf- und Abbauzeiten lassen sich unsere Theateraufführungen problemlos in den Schulalltag integrieren.
Gerade für die Förderung der Sprachkompetenz ist das Erzähltheater in seiner Wirkung gegenüber dem Vorlesen im Vorteil: Schüler*innen können unbekannte Wörter durch den Handlungsverlauf oder durch Gestik, Mimik und Stimmlage der Erzählerin erschließen. Kommunikative Fähigkeiten wie Zuhören, Hörverstehen und (Weiter-)Erzählen werden so gestärkt: Durch konzentriertes Zuhören in einem entspannten Rahmen verinnerlichen die Schüler*innen unbefangen Wortschatz und Textstruktur – Grundlagen, die bei der Vermittlung einer der ältesten kommunikativen Kulturtechniken wie dem Erzählen unerlässlich sind. Darüber hinaus erlebt sich der Zuhörende als Teil einer Gemeinschaft, denn erzählt wird nur dort, wo auch zugehört wird.
INHALT: Schon die ersten Zeilen einer jeden Geschichte geben den Ton und die Atmosphäre der gesamten Erzählung vor, lassen uns mit weit geöffneten Augen und Ohren dasitzen und neugierig werden. Irgendwoher kennen wir sie: die Ereignisse, die Figuren, die Landschaften. Tief in unseren Herzen sind sie verankert. Und das ist so, weil sie von unseren Ängsten und Hoffnungen erzählen, weil sie unsere oft komplizierten Fragen und Zweifel in einfachen Worten auf den Punkt bringen.
Dieses Märchen-Erzähl-Theater ist mittlerweile annähernd 1000mal – besonders in weiterführenden Schulen (5.-8. Klasse) – von Anuschka Gutowski mit großem Erfolg im gesamten Bundesgebiet aufgeführt worden.
Das Geheimnis: Das „Kino in den Köpfen der Menschen“ wird in Gang gesetzt – so jedenfalls sagte es einmal ein Lehrer zu uns…
Schulunterricht
Geeignet für die Jahrgangsstufen 5-8
Der Vortrag passt – inklusive Nachgespräch – in eine Schulstunde!
Wie kann ich ein Gastspiel buchen?
Haben Sie Interesse an einem Gastspiel in Ihrer Einrichtung, dann senden Sie uns Ihre Anfrage per Email an theaterhintenlinks@googlemail.com oder rufen Sie uns an: T.:0171-2262532 (Termine und Preise bitte im Theaterbüro erfragen):
Beachten Sie:
– Jede Aufführung dauert 45 min. Wir benötigen einen abdunkelbaren Klassenraum, der für die Aufführungdauer (inkl. Auf- und Abbau)) zur Verfügung steht.
– Die Zuschauerzahl darf zwei Schulklassen pro Aufführung nicht überschreiten.
– Pro Aufführungstag sind nur drei Aufführungen möglich! Die Aufführungen sollten möglichst hintereinander liegen. Eine Schulstunde vor der ersten Aufführung wird für den Aufbau benötigt, sowie eine Schulstunde nach der letzten Aufführung für den Abbau. (Beispiel: 2. Stunde: Aufbau, 3. / 4. / 5. Stunde: 3 Aufführungen und 6. Stunde: Abbau)
Was wir benötigen:
Wir benötigen für die Aufführung einen abdunkelbaren Klassenraum o.ä. mit einer Bühnenfläche von:
4 m (Breite) (mindestens aber 3 m)
3 m (Tiefe) (mindestens aber 2m)
Technik: Die gesamte notwendige Ton- und Lichttechnik wird von uns mitgebracht – samt Techniker!
Stromanschluss: 220 V
Noch Fragen? Rufen Sie uns an unter: Mobil: 0171-2262532
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Termine
Mit freundlicher Unterstützung durch:

Hintergrund
Schon Mitte der 1990er Jahre reagierte unser Theater auf gesellschaftliche Entwicklungen, die uns bedrohlich erschienen:
Kinder und Jugendliche verloren mehr und mehr die Fähigkeit, von sich und ihren Erlebnissen (beispielsweise im Urlaub!) zu erzählen. Gleichzeitig zeichnete sich eine Verrohung der Sprache ab, weshalb SchülerInnen von ihren Lehrern als „Sprachmüll-Generation“ betitelt wurden.
Einen guten Umgang mit dem Wort kann man jedoch nicht einfordern! Ganz im Gegenteil: Man muss dazu anregen! Man muss Lust machen aufs Fabulieren.
Neben der heilsamen pädagogisch-psychologischen Wirkung von Märchen (s. Bruno Bettelheim) gibt es auch eine ästhetische: Gerade die Märchen der Brüder Grimm verfügen über eine wunderbare Sprachmelodie, die – ohne dass man ein Wort verstehen müsste – schon zu Entspannung und Konzentration führen.
Kein Widerspruch: Entspannung und gleichzeitig Konzentration!
Genau diese Wirkung hat das Erzählen oder Vorlesen von Geschichten und Märchen bei den Zuhörern – auch den erwachsenen. Und ganz besonders bei den Märchen der Grimms!
Mittlerweile sind wir mit dem Märchen-Erzähl-Projekt 1000mal vor Schulklassen aufgetreten. Die Beliebtheit der Produktion hat nicht abgenommen. Das Bedürfnis nach Sprache und spannenden Geschichten besteht also – wenn das auch nicht immer und allerorten sichtbar wird.
Und wenn sich eine gesamte Schulklasse ab einem gewissen Augenblick in der Erzählung wie durch eine unsichtbare Hand geführt während des Zuhörens auf den Bauch oder Rücken legt – dann spätestens wissen wir: das Erzählen entfaltet seine Wirkung!
Empfohlene Literatur
Bruno Bettelheim: Kinder brauchen Märchen. München 2006.
(Artikel zum Buch: http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/publikation/televizion/25-2012-2/vomOrde.pdf)










