Kriegskind

Bühnenstück mit dokumentarischem Charakter
von Peter Gutowski

Inhalt

„In dunklen Zeiten geboren, im Bombenhagel aufgewachsen: Eine ganze deutsche Generation war noch im Kindesalter, als der Zweite Weltkrieg über sie hereinbrach. Zu jung, um an den Machenschaften des NS-Regimes beteiligt zu sein, wurde ihr die unbeschwerte Kindheit geraubt. Über ihre zum Teil traumatischen Erlebnisse zwischen 1939-1945 haben diese Männer und Frauen meist geschwiegen.“

Bei unserer Recherche zum Thema gab das Buch von Hilke Lorentz „Kriegskinder. Das Schicksal einer Generation“, aus dessen Klappentext wir hier zitieren, einen wichtigen Anstoß für unser Projekt.

Genau wie Hilke Lorentz dies tat, wollen wir versuchen, diese Generation zu Wort kommen zu lassen.

Sie erzählen „von den Erfahrungen im Bombenkeller und den Begräbnissen der Toten; von der Flucht aus dem Osten; von einer Kindheit ohne Vater; von der Kinderlandverschickung; von all den Erfahrungen, die uns heute unvorstellbar erscheinen“ und vielem mehr…

Krefelder Zeitzeugen werden nach der Vorstellung im Gespräch mit den Zuschauern von ihren Kindheitserlebnissen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit berichten.

Eintritt: 19,00 € (Erwachsene, inkl. Imbiss) 7,00 € (SchülerInnen)

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Schulunterricht
Geeigenet ab Jahrgangsstufe 9

Handreichungen zum Unterricht für LehrerInnen gibt es per Download hier auf unserer Website, aber auch an der Abendkasse und im kostenlosen Versand. (Bitte rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail!)

Eintritt bei Schülergruppen ab 20 Personen: p. Schüler: 6,00 €
Eintritt frei
für begleitende LehrerInnen

Termine

Hintergrund

Autor und Regisseur Peter Gutowski widmete sein Stück „Kriegskind“ seine Mutter. Seine Eltern waren Kriegskinder: Die Mutter (geb. 1940) und der Vater (geb. 1939) trugen die Folgen der Kriegserlebnisse und der Nachkriegszeit für ihre Kinder unsichtbar.

Erst in der Rückschau gelingt es Gutowski, Besonderheiten im Leben seiner Eltern in Verbindung zu setzen mit den Kriegserlebnissen – beim Vater die Flucht aus Schlesien, bei der Mutter das unmittelbare Erleben verheerender Bombenangriffe.

Zunächst stößt Gutowski bei der Auseinandersetzung mit dokumentarischen Stoffen auf die Erlebnisse der Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder erlebten. Erst im Laufe der Recherche-Arbeit fällt sein Blick auf die eigene Familie. „Es war, als stünde ich völlig unerwartet vor einer verschlossenen Tür, die ich zwar schon lange kannte, am Ende eines diffus beleuchteten Ganges schon oft gesehen hatte, aber die in mir niemals den Gedanken auslöste: Öffne sie! – Nun war dieser Gedanke da. Mit einem Mal. Und wirkte wie ein Schlag. Und zog nach sich eine tränenreiche Zeit der Auseinandersetzung. Leider konnte ich meine Eltern nicht mehr befragen. Sie sind sehr jung gestorben. Vielleicht auch eine Folge ihrer einschneidenden Kriegserfahrungen…“

Empfohlene Literatur

Hilke Lorenz: Kriegskinder. Das Schicksal einer Generation. Berlin 2005.