• VERLORENE KINDHEIT

    Eine Reihe mit Lesungen.
    Einführung zu unsrer Jugendtheaterproduktion "Kriegskind".

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Kids Art

Termine

"Zu keinem ein Wort"
05.02.2014 (MI, 12:00 Uhr)
06.02.2014 (DO, 19:00 Uhr)
08.02.2014 (SA, 19:00 Uhr)

"Lauf, Junge, lauf!"
12.02.2014 (MI, 12:00 Uhr)
13.02.2014 (DO, 19:00 Uhr)
15.02.2014 (SA, 19:00 Uhr)

"Tadellöser & Wolff"
19.02.2014 (MI, 12:00 Uhr)
20.02.2014 (DO, 19:00 Uhr)
22.02.2014 (SA, 19:00 Uhr)

"Malka Mai"
12.03.2014
(MI, 12:00 Uhr)
13.03.2014 (DO, 19:00 Uhr)
15.03.2014 (SA, 19:00 Uhr)

"Der Junge
im gestreiften Pyjama"
19.03.2014
(MI, 12:00 Uhr)
20.03.2014 (DO, 19:00 Uhr)
22.03.2014 (SA, 19:00 Uhr)

Vormittagsvorstellung 6,- € / 9,- €
Abendvorstellung 7,- € / 16,- €

NEU IM SPIELPLAN!

VERLORENE KINDHEIT

Eine Reihe mit Lesungen.
Einführung zu unserer Jugendtheaterproduktion „Kriegskind“.

Kooperation zwischen dem Theater Krefeld/Mönchengladbach und dem Theater hintenlinks


Es lesen folgende Schauspielerinnen und Schauspieler:

Nele Jung (Theater Krefeld/Mönchengladbach):
"Malka Mai" (Mirjam Pressler)

Caroline Leisau (Theater hintenlinks):
"Zu keinem ein Wort" (Lutz van Dijk) und "Lauf, Junge, lauf!" (Uri Orlev)

Rosemarie Weber (Theater hintenlinks):
"Tadellöser & Wolff" (Walter Kempowski)

Daniel Minetti (Theater Krefeld/Mönchengladbach):
"Der Junge im gestreiften Pyjama" (John Boyne)

Die Lesungen sind für folgende Altersstufen geeignet:

"Malka Mai": Jahrgangsstufe 8
"Der Junge im gestreiften Pyjama": Jahrgangsstufe 8
"Tadellöser & Wolff: ab Jahrgangsstufe 9
"Lauf, Junge, lauf!": Jahrgangsstufen 8+9
"Zu keinem ein Wort": Jahrgangsstufen 8-10

Einzel- und Gruppenpreise bitte im Theater erfragen!
Dauer der Lesungen an den Vormittagen jeweils 45 Minuten / an den Abenden jeweils 1 Std. 15 Min. + Pause.

 

Zum Inhalt:

Über mehrere Wochen verteilt treffen sich auf der kleinen Bühne an der Ritterstraße Schauspielerinnen/Schauspieler des Theaters Krefeld und des Theaters hintenlinks zu Lesungen.

So unterschiedlich die Texte auch sind, sie haben ein Bindeglied: sie beschreiben auf sehr verschiedenen Ebenen das Erleben des Krieges aus der Sicht von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Kriegsgeschehen wirken auf die junge Generation heutzutage eher abstrakt. Doch überall auf der Welt toben Kriege zwischen Nationen, aber auch eine Vielzahl von Bürgerkriegen. Mittlerweile sind deutsche Soldatinnen und Soldaten wieder in Kriegshandlungen involviert. Mit den Lesungen wollen wir das Augenmerk von jugendlichen Zuschauern auf die grausigen

Ereignisse unserer eigenen Geschichte lenken, Empathie mit den Opfern wecken und dabei helfen, jegliche Art von Unterdrückung, Ausgrenzung und Hass in unserer Gesellschaft im Keim zu ersticken. Wir wollen aber auch dafür sensibilisieren, dass es im Nazi-Regime ebenso Opfer im Volk des Aggressors gab - und damit sind nicht nur Juden gemeint. Es waren auch homosexuelle, andersdenkende, widerständische Deutsche -“ und unzählige deutsche Kinder und Jugendliche.
Ziel der Lesereihe soll es auch sein, die Schülerinnen und Schüler auf die Uraufführung des Theaterstückes "Kriegskind" (Mai 2014) in der hauseigenen Inszenierung vorzubereiten.

Anschließend an die Lesungen am Vormittag finden gemeinsame Essen statt, bei denen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, sich mit den Künstlern auszutauschen. Diese Lesungen richten sich an die Klassensprecher oder an besonders interessierte Schülerinnen und Schüler (bspw. Teilnehmer einer Theater-AG).

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme im Klassen- bzw. Kursverbund haben, können Sie sich für Abendtermine ohne anschließendes gemeinsames Essen anmelden.

Die einzelnen Bücher:

Uri Orlev: "Lauf, Junge, lauf!":
Als Jurek neun ist, flieht er aus dem Warschauer Ghetto. Ganz auf sich allein gestellt schlägt er sich durch die Wälder und zieht von Dorf zu Dorf bis der Krieg endet. Dabei begegnet er Menschen, die ihm helfen und solchen, die ihn verraten. Anschaulich wird den Zuhörern berichtet, wie das Überleben Jureks von der Verleugnung seiner Identität als Jude abhängt.

Mirjam Pressler: "Malka Mai":
Die siebenjährige Jüdin Malka wird von ihrer Mutter auf der Flucht vor den Nazis allein zurück gelassen. Ganz auf sich gestellt wird sie in ein KZ gebracht, wo sie Kälte und Hunger und die "Aktionen" der Nazis ertragen muss. Sie entwickelt verschiedene Überlebensstrategien, eine davon ist, ihre Mutter aus ihrer Erinnerung zu löschen. - Die Erzählung beschreibt exemplarisch den Verlust, nicht nur der Familie, sondern der gesamten Kindheit, den die Deportationen der vielen jüdischen Kinder verursachte.

Lutz van Dijk: "Zu keinem ein Wort":
Cilly und ihre Schwester leben seit 1938 in einem Waisenhaus in Amsterdam. 1940 fallen die Deutschen in den Niederlanden ein; von da an ändert sich Cillys Leben schlagartig. Zweimal muss sie ihre Schwester vor den Nazis retten. Und auch Cilly lebt ständig in Gefahr. - Cillys Schicksal verdeutlicht den Verlust der Jugend und die Notwendigkeit, viel zu früh Verantwortung für andere übernehmen zu müssen.

John Boyne: "Der Junge im gestreiften Pyjama":
Wegen der Arbeit seines Vaters muss der neunjährige Bruno sein Elternhaus verlassen und nach "Aus-Wisch" ziehen. Dort gefällt es ihm erst gar nicht, bis er sich auf eine Entdeckungsreise macht und einen Freund findet, der hinter einem Zaun lebt. Eines Tages beschließt Bruno, seinen Freund auf der anderen Seite des Zauns zu besuchen. - Mit kindlicher Naivität werden Judenverfolgung und Deportation thematisiert, besonders wird Zuhörern mit Vorwissen so eine Anregung für Diskussionen geliefert.

Walter Kempowski: "Tadellöser & Wolff":
Walter wächst in einer Rostocker Reederfamilie während des Krieges auf. Um seiner Familie ein weitgehend unbeschwertes Leben zu bieten, passt sich sein Vater den neuen Verhältnissen an. Walter selbst fällt diese Anpassung schwer und er eckt immer wieder an. Doch nach Hiltlers Überfall auf Polen ändert sich auch Walters bisheriges Leben. - Hier wird den Schülerinnen und Schülern ein Einblick in den Alltag einer Familie gewährt, die fern ab von den Schrecken von Konzentrationslagern und Verfolgung versucht, sich ein Stück Normalität zu bewahren.

 

Theater Krefeld Mönchengladbach